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Die wirtschaftlichen Effekte
Quelle: Hamburg Port Authority, HHM
„Für uns als drittgrößte Container-Reederei der Welt ist Hamburg einer der wichtigsten Häfen in Nordeuropa, den wir aus vielen und sehr guten Gründen anlaufen. Die Vertiefung des Elbfahrwassers ist für uns eine zwingend notwendige Voraussetzung dafür, dass unsere Schiffe auch weiterhin nach Hamburg kommen können. Das gilt nicht nur für unsere künftigen Schiffe, sondern auch für die, die wir gegenwärtig einsetzen.“

Nicolas Sartini, Direktor CMA/CGM


1. Schnelle Erschließung bestehender Kapazitätsreserven

Die Fahrrinnenanpassung orientiert sich an  Containerschiffen in einer Größenordnung, die den Containertransportes in diesem und dem kommenden Jahrzehnt prägen werden. Derartige Großcontainerschiffe bestreiten in Hamburg  schon heute rund 67% des Containerumschlags. Dabei müssen sie zur Zeit Leerstände in Kauf nehmen, weil sie in der bestehenden Fahrrinne nicht voll beladen fahren können.

Ein Meter mehr Schiffstiefgang ermöglicht diesen Schiffen eine zusätzliche Ladung  von ca. 1000 TEU pro Schiff im tideunabhängigen Verkehr. Nach der vorherigen Fahrrinnenanpassung wurden die zusätzlichen Ladungschancen sofort realisiert.



2. Der Hafen nutzt seine Wachstumschancen

Die Globalisierung lässt den Welthandel stetig wachsen. Für Hamburg liegen die größten Wachstumspotenziale wie in der Vergangenheit im Ostasienhandel. Und gerade hier werden die großen Containerschiffe eingesetzt. Die Fahrrinnenanpassung ist also die entscheidende Voraussetzung, um das mögliche Wachstum auch tatsächlich zu realisieren.


3. Wirtschaftlicher Schiffseinsatz möglich

Der Seetransport von Containern ist umso wirtschaftlicher, je mehr Einheiten pro Schiff transportiert werden – je geringer also die Transport-Stückkosten sind. Daher setzen die Reeder auf größere Schiffe.

Ideal ist eine Schiffsgröße, die der vorhandenen Transportnachfrage an wenigen, aber ladungsstarken Hafenstandorten möglichst genau entspricht und somit gut ausgelasteten Transport bei wenig Liegezeit ermöglicht.

In der für Hamburg ausschlaggebenden Ostasienfahrt liegt das wirtschaftliche Optimum derzeit beim Anlaufen von zwei, maximal drei europäischen Häfen durch Großcontainerschiffe.



4. Feste Standortbindung der Reedereien

Reedereien planen ihre Flotten langfristig und mit weltweiter Perspektive. Investitionen in neue Großschiffe lohnen nur, wenn diese auf möglichst vielen Linien mit größtmöglicher Beladung eingesetzt werden können. Als Zielhafen wird ausgewählt, wer das größte Ladungsvolumen anbietet.

Mit der Fahrrinnenanpassung gibt Hamburg den Reedereien verlässliche Planungsgrundlagen für eine langfristige Hafenwahl.


5. Stärkung der Wirtschaftskraft  Norddeutschlands

Neben den beiden großen Umschlagsunternehmen HHLA und Eurogate arbeiten im Hamburger Hafen rund 500 Einzelunternehmen.

Hinzu kommen zahlreiche Dienstleister wie Ausrüster, Zertifizierungsbüros, Werbeagenturen, Versicherer, Anwälte etc., die in der Stadt oder dem Umland ansässig sind und wesentliche Anteile ihres Umsatzes im Hafengeschäft erwirtschaften. Ihr Erfolg ist in hohem Maße beschäftigungswirksam.

Ein wettbewerbsfähiger Welthafen ist daher die beste Mittelstands- und Beschäftigungsförderung, die sich denken lässt.