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Auswirkungen auf natürliche und sonstige Schutzgüter
Die im engeren Sinne ökologische Bedeutung der Fahrrinenanpassung bemisst sich nach ihren Wirkungen auf die Qualität von Böden, Wasser, Grundwasser und Luft, auf das pflanzliche, tierische und menschliche Leben sowie auf kulturelle Werte wie z.B. Landschaftsbild oder Kulturdenkmäler. Neben diesen sogenannten „Schutzgütern“ sind auch Sachwerte und wirtschaftliche Interessen Gegenstand der Betrachtung.

In der Analyse und Bewertung der Wirkungen auf die Schutzgüter achten die Gutachter nicht allein auf deren mögliche Beeinträchtigung. Sie machen auch Vorschläge, wie durch Planungsänderungen solche Beeinträchtigungen vermindert oder vermieden werden können. Wo sie hierfür keine Möglichkeiten sehen, ermitteln sie Art und Umfang sinnvoller Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Die Fülle der Maßnahmenwirkungen gliedert sich in positive, neutrale und negative Wirkungen, wobei letztere in unerhebliche und „erheblich negative“ Beeinrächtigungen unterteilt werden. Das Gewicht der erheblich negativen Beeinträchtigungen entscheidet letztlich über die ökologische Verträglichkeit des Gesamtvorhabens.

Solche erheblichen Beeinträchtigungen können sich mit folgenden Teilmaßnahmen bzw. Folgen der Fahrrinnenanpassung verbinden:
  • Baggerungen zum Ausbau der Fahrrinne
    Die Ausbaubaggerungen entfernen Biotope für Lebewesen der Gewässersohle (Zoobenthos) bzw. wandeln die dort bestehenden Biotoptypen erheblich um.
  • Ufererosion durch Schiffsschwell
    An erosionsgefährdeten Uferstrecken können durch den Schiffsverkehr zusätzliche Gefährdungen entstehen. Maßgeblich sind hier die Schiffsgeschwindigkeiten.
Carcinus Maenas - die gemeine Strandkrabbe


Die Gutachter-Vorschläge zur Vermeidung oder Verminderung der genannten Beeinträchtigungen sind in der Planung weitgehend aufgegriffen worden (vgl. auch den Abschnitt „Planung“).

Es bleiben ökologische Beeinträchtigungen, die weder vermieden noch hinreichend vermindert werden können. Hierbei handelt es sich in der Hauptsache um die Beinträchtigung der Zoobenthos-Biotope bei den Verbreiterungsbaggerungen. Sie sind kompensierbar, d.h. können durch planmäßige ökologische Verbesserungsmaßnahmen aufgewogen werden. Solche sehen die Planungen unter dem Stichwort Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vor (siehe Kapitel „Landschaftspflegerischer Begleitplan“).