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Wirkungen auf Schutzgebiete und geschützte Arten
Im Wirkungsraum der Fahrrinnenanpassung befinden sich eine Reihe besonderer Schutzgebiete wie z.B. Nationalparks, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete oder gemäß europäischer Standards ausgewiesene Vogelschutzgebiete und Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete). In diesen Gebieten ist nicht allein die Betroffenheit einzelner Arten oder Biotoptypen zu untersuchen. Es muss darüber hinaus geprüft werden, ob das jeweilige Gebiet in seiner Gesamtheit nach der Maßnahme intakt bleiben wird, ob es also seine definierte ökologische Qualität bewahren und seinen vorgesehenen Beitrag zum Erhalt der Natur weiterhin leisten kann.

Besonders gefährdeten und darum geschützten Pflanzen und Tieren ist ebenfalls ein zusätzliches Prüfverfahren gewidmet: Soweit solche Arten im Vorhabensgebiet vorkommen, ist  in „Verträglichkeitsprüfungen“ einzeln nachzuweisen, dass eine vorhabensbedingte weitere Verschärfung der Gefährdungen auszuschließen ist.

Die Gutachter haben für alle 87 Schutzgebiete entlang der Tideelbe die Verträglichkeit der Fahrrinnnenanpassung untersucht. Im Falle der geschützten Arten war die mögliche Betroffenheit z.B. von Schweinswalen, Zauneidechsen und 28 Brutvogelarten sowie von speziellen Pilzen, Moosen, Flechten, Farnen und Blütenpflanzen zu prüfen.

Insgesamt ergaben die besonderen Verträglichkeitsprüfungen keinerlei Hinweise auf absehbare Konflikte mit den Entwicklungszielen der Schutzgebiete oder auf Gefährdungen geschützter Arten.

Nationalparks, Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete, die von der Fahrrinnenanpassung berührt werden

FFH-Gebiete, die von der Fahrrinnenanpassung berührt werden